Drucken

Wo ist das Kind nicht mehr zu halten – auf eine...

Veröffentlicht am von

Wo ist das Kind nicht mehr zu halten – auf einem selbstgebauten Balancierbalken

Wo ist das Kind nicht mehr zu halten – auf einem selbstgebauten Balancierbalken

Wo ist das Kind nicht mehr zu halten – auf einem selbstgebauten Balancierbalken

Irgendwann hört das Spielen mit Puppen auf und neue Errungenschaften müssen her. Natürlich lässt sich alles für Kinder auch käuflich erwerben, dabei darf natürlich ein Balancierbalken nicht fehlen, aber wie wäre es einmal, wenn der Balancierbalken aus Lärchenholz mit den Kindern in eigener Regie gebaut wird. Dann geht es nicht mehr um den Balanceakt der kleinen Ballerina, sondern auch die Spiellust kommt dann nicht zu kurz.

Für kleine Kinder ist es ein Spiel, wenn sie an der Fertigung des Balancierbalkens mitwirken dürfen und später sagen können: „Den habe ich mit meinem Papa oder meiner Mama gebaut“. Dann genießt der Balancierbalken einen ganz anderen Stellenwert und auch die Nachbarskinder sind begeistert.

 

Die Idee

Häufig erleben Mütter auf dem Spielplatz, dass Ihre Kleinen auf einem Balken balancieren und dabei einen Riesenspaß haben. Was liegt also näher, als selbst einen Balancierbalken für den Garten zu bauen?

So führte der erste Weg für das Produkt in den Baumarkt, um alles einzukaufen. Was man letztendlich dafür benötigt, hielt sich in Grenzen und die Kosten sind noch unter 50 Euro geblieben.

Welche Bauteile wurden im Baumarkt für den Balancierbalken gekauft:

• 1 Holzbalken mit den Maßen: 100x100 und einer Länge von 1800 mm

• passende Schrauben

• Schleifpapier für Maschine oder Handschliff

• Sprühlack 2x Weiß, 1x Rosa/pink 1x Klarlack

• Einen kurzen Holzbalken

• Kreppband zum Abkleben

• 1 Säge zum zusägen

• 1 Zollstock

• 1 Winkel

• Holzleim (auf Dauer sicherer)

• Bohrmaschine

• Bohrer (Holzbohrer)

• Schraubzwingen

• Hobel

Als erstes erfolgt eine Zeichnung, wie der Balancierbalken überhaupt aussehen soll. In diese Zeichnung werden alle Maße eingetragen, inklusive der Holzstärken, denn danach richtet sich die Schraubenlänge. Bei dem Lärchenholz kann es auch nicht schaden, wenn die Schraubenlöcher vorgebohrt werden. Mit einem Senker oder einem 8–10 mm Bohrer oben kurz anbohren, damit die Schrauben im Holz plan versenkt werden können. So kann es keine Verletzung geben.

Nun kann der eigentliche Bau Schritt für Schritt beginnen

 

Unterkonstruktion:Balancierbalken_Standwaage

Als Erstes wird das Lärchenholz mit einer Länge von 1800 mm Maß genommen, denn es wird später als Balancier-Stöckchen dienen, damit sich die Kleinen nicht verletzen und runter fallen.

Die eigentliche Unterkonstruktion war relativ einfach: Am Boden zwei stärkere kurze Balken und auf jeder Seite mit 2 Brettern verschrauben, was allerdings noch recht wackelig war und verstärkt werden musste.

Dazu dienten aus Restbeständen zwei Balken als Bodenplatten. Diese wurden auf das gewünschte Maß zugeschnitten. Des Weiteren benötigt man am besten auch aus Lerchenholz vier Dreiecke, mit denen die Seitenteile befestigt werden.

Zur Verstärkung zwischen den beiden Seitenteilen ist es ratsam, hier noch aus den Abschnitten der Bodenplatten zwei Rechtecke zuzuschneiden, quasi als Verstärkung.

 

Jetzt erfolgt der Zusammenbau des Balancierbalkens

Erst werden die Standfüße zusammengeschraubt und mit Schraubzwingen befestigt. Mit Spaxschrauben 5x70 mm das ganze Programm vorher vorbohren und schön verschrauben. Vorbohren ist wichtig, da es sonst passieren kann, dass die Schraube nicht ganz im Holz sitzt (Verletzungsgefahr). Nun werden die Standfüße von unten befestigt. Das geht am besten mit 6x100 mm Schlossschrauben (Schrauben mit einem Rundkopf und 6 mm Gewinde). Vorbohren auch hier nicht vergessen und mit einem Senker oder einem 18 mm Bohrer eine Vertiefung bohren, damit der Kopf der Schlossschrauben bündig mit dem Holz abschließt. Jetzt nur noch Schraube rein und fertig.

Je nach Holzstärke kann die Angelegenheit immer noch nicht so recht stabil sein. Mit einer Verlängerung an den Grundplatten lässt sich das Problem lösen. Dazu müssen ganz normale Hölzer auf 900 mm gekürzt und an den Enden mit einem Schrägschnitt versehen werden, damit die Kinder sich nicht verletzen.

Die Kanten lassen sich dann provisorisch noch nett gestalten.

 

Die Endmontage

Alle Teile des Balancierbalkens werden nun aufgestellt, angezeichnet und wieder mit einem 18 mm Bohrer Vertiefung angebohrt. Mit dem 5 mm Holzbohrer noch eine kleine Bohrung, um die 8x 50 mm Schrauben galant einzuschrauben.

 

Der Balancierbalken

Es handelt sich hierbei um einen Lärchenpfosten von 100x100x1800 mm ungehobelt, der natürlich noch bearbeitet werden muss. Mit einem Hobel wird der ungehobelte Balancierbalken in Form gebracht. Die Flächen lassen sich optimal mit einem Elektrohobel bearbeiten, während die Kanten mit einem Handhobel nachbearbeitet werden.

Aus Sicherheitsgründen ist es besser, die Enden abzurunden. Die Rundungen werden angezeichnet und mit der Stichsäge ausgeschnitten (langes Sägeblatt). Jetzt noch alles sauber abschleifen und weiter geht es.

 

Kleine Treppe

Damit die Kinder auch galant auf dem Balancierbalken Fuß fassen können, kann ein kleines Treppchen recht hilfreich sein. Jetzt heißt es: „Wieder ran an den Werkzeugkoffer“ und aus Resten ein paar Holzstücke schneiden.

Zwei Stufen reichen hier völlig aus, denn der Balken ist ja nicht so hoch. So müssen die Holzstücke lediglich nur noch auf Maß gesägt und zusammengesetzt werden. Ein wenig Leim kann zusätzlich zu den Schrauben nicht schaden.

 

Balancierbalken_mit_FamilieDie Endmontage

Jetzt nur noch alles zusammenbauen und auf Sicherheit testen. Als erste Aufstellung erfolgt die Unterkonstruktion, danach wird der Balancierbalken eingepasst. Alles mit Schraubzwingen zusammenhalten und mit dem 18 mm Bohrer die Löcher am Ansatz vorbohren. Für die absolute Haltbarkeit sorgen die 80x50 mm Schrauben. Am Ende der Prozedur wird noch das Treppchen angeschraubt. Die Standfüße auf dem Boden sollten gegen Feuchtigkeit mit einer Schutzfarbe versehen werden.

Da es sich um einen Rohbau handelt, wurden die oben erwähnten Farben aus der Sprühdose gewählt. Natürlich sind auch alle anderen Farben möglich. Die Farbwahl überlässt man am besten den Kindern.

Damit der Balancierbalken auch Bestand hat und lange Zeit sein Antlitz nicht verliert, ist es wichtig, dass die Farben sehr gut durchtrocknen. Die Trocknungszeiten können der Sprühflasche auf dem Aufdruck entnommen werden. Den anschließenden Klarlack besser aus einer normalen Dose wählen und nicht aus der Sprühdose. Je so besser der Klarlack aufgetragen wird, desto länger strahlt der Balancierbalken auch in seiner Farbgebung.

 

Fazit

Als Tagesaufgabe erfolgt der Bau eines Balancierbalkens vielfach mit Mutter und Kind. Der Bau an sich ist recht einfach und unspektakulär, er stellt auch keine allzu großen Anforderungen an die Familie. Dennoch sollte ein wenig Geschick vorhanden sein, was im Heimwerkerbereich nicht alle Frauen von sich sagen können.

Der Balancierbalken muss ja auch nicht im Akkord gezimmert werden und wenn einmal ein Holzstück zersägt wurden, wird einfach ein neues Stück Holz zugesägt. Am Ende wird es sicherlich zur Freude der Kinder ein schöner Balancierbalken.

 

Autorenbox

Leonard Brahm ist Autor des Blogs von TOLYMP. TOLYMP ist Hersteller von Sport- und Turngeräten und achtet hier vor allem auf einen Generationenpark.

 

Disclaimer:

KLETTERTURM.DE ist nicht für den Inhalt dieses Artikels sowie den Inhalt der verlinkten Seiten verantworltlich. Er gibt rein die Meinung des oben angegebenen Autoren wider. Da uns die Produkte gefallen und Bewegungsförderung im Freien im Vordergrund steht, haben wir diesen Gastbeitrag gerne hier aufgenommen.

Kommentare: 0
Mehr über: Balancierbalken

Das Schreiben von Kommentaren ist nur für registrierte Benutzer möglich.
Anmelden und Kommentar schreiben Jetzt registrieren